#wedergraunochbraun

Eine Aktion engagierter Chemnitzer Bürger, Unternehmer und Wissenschaftler

August 2018. Chemnitz ist im Ausnahmezustand nachdem während des Stadtfestes ein Deutscher mutmaßlich von mehreren Migranten erstochen wurde. Für Rechtsradikale und Nazis aus dem ganzen Land scheinbar endlich der Anlass, eine Welle rechtsextremer Aufmärsche mit mehreren tausend Teilnehmern loszutreten. Mitten in Chemnitz. Die Medien waren voll von Negativschlagzeilen, vernichtenden Kommentaren und angsteinflößenden Bildern hasserfüllter Demonstranten.

Das konnten wir uns nicht mehr ansehen. Wir wollten diesen abstoßenden Bildern etwas entgegen setzen und zeigen, dass Chemnitz auch gute Seiten. Dass in unserer Stadt die Mehrheit demokratisch und offen denkt. Gemeinsam mit dem Industrieverein Sachsen 1828 e.V. und Kreatives Chemnitz e. V. haben wir die Initiative „Chemnitz ist weder grau noch braun“ gegründet. In weniger als zwei Tagen haben wir Logo, Website, Anzeigen, Plakate, Banner aus dem Boden gestampft, um rechtzeitig bei der nächsten angekündigten Demonstration Flagge zeigen zu können. Mit Erfolg! Mehr als 50.000 Euro haben wir in diesen wenigen Stunden gesammelt als Soforthilfe für die Familie des Opfers, für überregionale Anzeigen, um das Image von Chemnitz zu retten und für demokratiefördernde Projekte in Sachsen und Deutschland. Bis heute haben mehr als 200 Unterstützer rund eine viertel Million Euro gespendet. Vielen Dank an dieser Stelle an alle!

zebra erstellte Plakate und Demoschilder mit dem Motto der Initiative und verteilte diese auf Anti-Nazi-Demonstrationen in Chemnitz. Tausende zogen damit durch die Innenstadt und setzten so weltweit ein Zeichen gegen Fremdenfeindlichkeit dank nationaler und internationaler Medienberichterstattung.

Nominiert für die Anzeige des Jahres 2018: zebra gestaltete das Inserat gemeinsam mit 30 Vertretern von Unternehmen und aus der Kreativbranche bei einem spontan organisierten Treffen. Die ganzseitige Anzeige erschien in den Samstagsausgaben überregionaler Zeitungen wie die "Süddeutsche Zeitung", "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung“, „SUPERillu“ und "Freie Presse".

Mehr als 40 Firmen innerhalb von 48 Stunden haben finanzielle Unterstützung zugesagt. Auf der Website www.weder-grau-noch-braun.de läuft die Spendenuhr weiter und alle beteiligten Unternehmen werden aufgeführt.

Auch auf der Facebook-Seite setzt die Community von „Chemnitz ist weder grau noch braun“ ein Zeichen gegen rechts. User können ihr Profilbild mit dem Logo-Filter updaten und sich so für ein weltoffenes Chemnitz positionieren sowie mit Likes für demokratiefördernde Lieblingsprojekte voten.

zebra-Chef und Mit-Initiator Joerg G. Fieback (2. v. l.) im Pressegespräch:
Knapp 60.000 Euro wurden an die Gewinnerprojekte des Onlinevotings sowie als Sonderpreise vergeben.

Direkt am „Nischel“, dem Hauptversammlungsort rechter Demonstrationen, prangte unser Statement für ein buntes, lebenswertes Chemnitz auf zwei großen Transparenten – und damit gleichzeitig auf jedem Pressebild, in jeder Berichterstattung und stets vor den Augen radikaler Demokratiegegner.

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