PolaR BEAR trifft zebra: Neue Consulting Group für Positive Relations

im Bild: Thomas Pfefferkorn, Tino Lang, Claudia Gersdorf, Kathleen Scheurer, Joerg G. Fieback | Foto: Guido Werner

Positive Kommunikation und ergebnisorientierte Nachhaltigkeit treffen auf Werbung und Kreativität: Claudia Gersdorf, zuletzt CCO und Kommunikationschefin der All Profit Organisation Viva con Agua gründet mit der freien Kreativberaterin und „Ideenagentin” Kathleen Scheurer und den Geschäftsführern der zebra | group, Joerg G. Fieback, Thomas Pfefferkorn und Tino Lang eine Consulting Group für ganzheitliche Nachhaltigkeitsberatung: PolaR BEAR Positive Relations.

Mehr als 10 Jahre wirkte PolaR BEAR Gründerin und CEO Claudia Gersdorf in Berlin, Hamburg und in mehr als 10 Ländern Afrikas sowie auf Haiti für internationale Menschenrechte, u. a. bei Ärzte ohne Grenzen, Oxfam und zuletzt als CCO und Kommunikationschefin von Viva con Agua. Die graduierte Politikwissenschaftlerin, Romanistin (Sorbonne) und Kommunikationsmanagerin (DEPAK) spricht fünf Sprachen. Von „niemals selbständig lebensfähig“, wie ihr die Ärzte aufgrund einer Körperbehinderung als Kind diagnostizierten, zur Unternehmerin für positiven Wandel.

Polar Bear Agentur Positive Relations Vita Claudia Gersdorf

Foto: Guido Werner

Es ist eine Geschichte von schwarz und weiß

Wie könnte es auch anders sein: mit einem Zebra und einem Polarbären. Die beiden Tierfiguren brachte Claudia Gersdorf zu ihrer ersten Pitchdeck-Präsentation im Frühjahr mit, um die Geschäftsführung der zebra | group von ihrer neuen Geschäftsidee zu überzeugen. Von Anfang an machte sie klar, dass sie Großes bewegen möchte. Ihre Vision ist ein neuartiges Beratungsunternehmen. DAX-Konzernen, großen Organisationen und Mittelständlern möchte Sie helfen, den gesellschaftlichen Wandel aktiv und positiv mit zu gestalten. Der Schlüssel dafür: Die Nachhaltigkeitsidentität von PolaR BEAR – ein gemeinsam mit den Akteur:innen von innen heraus entwickeltes Gesamtkonzept, das den individuellen gesellschaftlichen Beitrag des Unternehmens definiert. „Dieser muss zur Marke und zu den Menschen passen,“ ist sich Claudia Gersdorf sicher. „Nur so gelingt dann auch die Umsetzung von Nachhaltigkeitskonzepten und positiver gesellschaftlicher Wandel bis hin zur glaubwürdigen Kommunikation in Form von Presse- und Kampagnenarbeit sowie Content-Marketing.” Diese Sicht teilt auch Kathleen Scheurer von ideemotion. Sie ist von der ersten Stunde an dabei und unterstützt Claudia. Mit den Worten: „Lasst uns mit PolaR BEAR und der Unterstützung von zebra Eisberge versetzen!” beendeten Claudia und Kathleen ihre Präsentation. Sie überzeugten die zebra-Führung.

Der PolaR BEAR beginnt zu steppen

Etwas mehr als ein halbes Jahr später beginnt nun der PolaR BEAR zu steppen. Die Neugründung geht offiziell an den Start. Geführt wird sie von Claudia Gersdorf, die auch Mehrheitseignerin ist. Unterstützung erhält sie von den Mitgesellschafter:innen Kathleen Scheurer und den zebra group-Geschäftsführern Tino Lang, Thomas Pfefferkorn und Joerg G. Fieback. „Gewinn aus Sinn mit Positive Relations“, lautet das übergeordnete Motto der Consulting Group.

Ein Teil des von PolaR BEAR Positive Relations erwirtschafteten Gewinns fließt in den "PolaR BEAR Give me Five Nachhaltigkeitsfonds“. „Das ist nur konsequent!“, betont Claudia Gersdorf. „Die Impulse, die wir bei unseren Kund:innen setzen, gelten gleichermaßen natürlich auch für uns selbst.“

Polar Bear Agentur Positive Relations Blog

Foto: Florian Ledoux

Wir blicken hier im Blog kurz zurück, wie es zu der Zusammenarbeit kam, was wirkungsvolle Nachhaltigkeit auszeichnet und wie groß der PolaR BEAR wohl in fünf Jahren sein könnte.

Claudia, warum stürzt Du Dich in das Abenteuer Selbständigkeit? Was sind Deine persönlichen Gründe?
Claudia: Das ist eine längere Geschichte. Von klein auf bin ich eine Weltenbummlerin. Ich bin sehr viel herumgekommen, habe rund um den Globus gearbeitet, viele interessante Menschen kennengelernt und dabei sehr viel gelernt. Als CCO von Viva con Agua durfte ich am Erfolg dieser wunderbaren Marke mitarbeiten. Aber nach einigen sehr spannenden Jahren war es an der Zeit, etwas zu verändern. Es gab so eine gewisse Sehnsucht, nach Hause zu kommen. So bin ich zu meinen Wurzeln zurückgekehrt und lebe wieder in meiner Heimatstadt Glauchau. Das hat natürlich vor allem private Gründe: Familie, Freunde, Natur. Ich glaube inzwischen, in keiner Großstadt wird man einen solchen Zusammenhalt und diese Natur finden wie hier. Und weil zum Leben auch das richtige berufliche Umfeld dazugehört, hatte ich mich in der regionalen Agenturszene umgeschaut. Bei meiner Recherche stieß ich schnell auf zebra und mir wurde klar: hier bewerbe ich mich.

Joerg (lacht): Genau! Wir hatten eine offene Stelle im Kundenmanagement ausgeschrieben. Ich erinnere mich sehr genau. Mein GF-Kollege Tino Lang kam aus dem Bewerbungsgespräch und war von Claudia hin und weg. Er meinte: „Joerg, Du musst sie kennenlernen. Sie ist eine Wucht.”

Claudia: Oh, ja! Tino hat mich ermutigt, aus allem, was ich zu bieten habe, eine Geschäftsidee zu entwickeln. Er hatte recht: Die Zeit war reif, aus allem etwas Neues und Eigenes zu kreieren. Schließlich war es schon immer mein Traum, meine eigene Chefin zu sein.

Joerg: Beim nächsten Treffen hat Claudia uns dann ihre Idee von PolaR BEAR Positive Relations präsentiert. Wir waren alle sofort begeistert! Einerseits von der Idee, andererseits von Claudia selbst. Sie kann Menschen – im positiven Sinne – „anzünden“. Sie kann sie aufbauen, motivieren, ist empathisch und achtsam. Zugleich denkt sie strategisch-unternehmerisch und übernimmt Verantwortung. Eine echte Powerfrau!

Polarbear Agentur Positive Relations Team 01

im Bild v. l. n. r. Thomas Pfefferkorn, Kathleen Scheurer, Tino Lang, Claudia Gersdorf, Joerg G. Fieback | Foto: Guido Werner

Und Du Claudia? Was war Dein erster Eindruck vom zebra-Team?
Claudia: Ich war wirklich ebenso begeistert. Von dem Reichtum an Ideen, dem Fachwissen, der unternehmerischen Erfahrung. Wie das zebra-Team Marken Leben einhauchen kann, ist beeindruckend. So etwas möchte ich in den kommenden Jahren für den Bereich Nachhaltigkeit und gesellschaftliches Engagement mit PolaR BEAR schaffen.

Das klingt, als wäre es zu schön, um wahr zu sein. Nie Zweifel gehabt?
Claudia: Und ob. Aber nie an der Zusammenarbeit, eher daran, dass unsere Vision zu groß sein könnte.

Was meinst Du damit?
Claudia: Ich will wirklich in den Unternehmen – bei unseren Kunden – zum Kern durchdringen, die DNA offenlegen, das Thema Nachhaltigkeit gemeinsam freisetzen und glaubhaft kommunizieren. Das ist eine gewaltige Aufgabe. Zum Glück habe ich schon sehr früh in Kathleen Scheurer eine starke, inspirierende, fachlich herausragende berufliche Partnerin und Freundin gefunden, die etwaige Zweifel am Gelingen sofort verfliegen lässt. Diese Frau ist magisch und hat Superkräfte.

Branding ist ihre Klarheit: „Meine besondere Stärke ist die intuitive Kreativität in der seltenen Verbindung mit der Strukturierung und Vereinfachung von Lösungsfindungs- und Projektsteuerungsprozessen.“ Die graduierte Bauhaus-Architektin bringt langjährige Erfahrung unter anderem beim Management von Großprojekten und im Grafik- und Produktdesign mit. Kathleen Scheurer adoptiert die Ideen ihrer Kund:innen und gestaltet mit ihnen gemeinsam kreative Konzepte.

Polar Bear Agentur Positive Relations Zitat Kathleen Scheurer

Foto: Guido Werner

Nachhaltigkeit ist ein großes Wort, hat viele Facetten und ist komplex. Wie haltet Ihr es damit privat?
Joerg: Ich glaube ganz grundsätzlich, dass die Diskussion falsch geführt wird. Natürlich muss jeder von uns seinen Konsum hinterfragen, wenn wir unseren Planten schützen oder gar retten wollen. Doch alles über Verzicht zu lösen, ist aus meiner Sicht nicht der richtige Weg. Hier braucht es eher eine positive und mitreißende Energie.

Was wäre besser?
Joerg: Ich finde, jeder muss seinen eigenen Weg finden. Ein Beispiel: Ich bin Fleisch-Liebhaber. Ein kompletter Verzicht käme für mich nicht in Frage. Gleichwohl habe ich meinen Fleisch-Konsum im vergangenen Jahrzehnt drastisch eingeschränkt. Ich esse wirklich nur noch hochwertiges Fleisch, nichts mehr aus der Plastik-Verpackung. Mit Interesse verfolge ich nun die Entwicklung der Fleischproduktion aus der Petrischale. Hier geht es ja um gezüchtete Zellen aus dem Labor – Tiere müssen dafür nicht mehr sterben. Für mich wäre das eine echte Alternative. In zehn bis zwanzig Jahren werden Menschen irritiert zurückschauen und sagen „Ungeheuerlich! Für Fleisch hat man früher Tiere geschlachtet!” Zwei andere Beispiel im beruflichen Kontext sind unsere Aktivitäten vor der eigenen Haustüre und am anderen Ende der Welt. So initiierten wir „Chemnitz ist weder grau noch braun” nach den unsäglichen Neonazi-Aufmärschen 2018. Und weil das alles auch damit zu tun hat, was am anderen Ende der Welt passiert, haben wir uns in Südafrika für HOPE Cape Town engagiert. Die Welt ein kleines bisschen besser machen mit dem, was man am besten kann – auch das ist Nachhaltigkeit für mich.

Claudia: Ich kann das nur unterstreichen: Wir müssen insgesamt Spaß daran haben, den Planeten zu einem besseren zu machen. Kompliziertheit, Verbote und ständige Gängeleien frustrieren hier nur.

Wo verläuft für Euch die Trennlinie zwischen echter Nachhaltigkeit und Greenwashing?
Claudia: Unternehmen werden von Konsumenten künftig mehr denn je an ihrem tatsächlichen, wirkungsorientierten Beitrag für die Gesellschaft gemessen. Sei es, dass sie eine bessere technische Infrastruktur schaffen, konkrete Perspektiven schaffen im Bereich Menschenrechte, z.B. sich global für eine bessere Trinkwasserversorgung oder Bildung engagieren, sowie investieren in globale Veränderungsprozesse. All das kann ohne Weiteres verantwortungsvoll und glaubwürdig passieren. Das ist die Basis für positive Kommunikation und damit für positive Beziehungen mit den Konsument:innen und zwischen Unternehmen. Positive Relations eben – diese gesamte Wertschöpfungskette ist unser Geschäftsmodell. Im Umkehrschluss heißt das: Sogenanntes Greenwashing ist ganz einfach vermeidbar, indem wir klare Absichten im Bereich Engagement und positive Veränderung identifizieren, die ganz wunderbar zum Markenkern und Kompetenzbereich des jeweiligen Unternehmens passen und im Endeffekt sinnhafte und messbare Ergebnisse erzielen. Genau darüber können wir dann in der Öffentlichkeit berichten, authentisch und nachvollziehbar.

Warum braucht es dafür eine extra Firma? Hätte das Thema Nachhaltigkeitsberatung nicht auch prima unter das zebra-Dach gepasst?
Joerg: Das sehe ich nicht so: Die Positionierung von PolaR BEAR ist sehr spitz und auf Claudia zugeschnitten. Es ist ihr Baby! Wir sind hier Geburtshelfer und unterstützen – wo nötig - mit unserem Netzwerk. Wir sehen das eher als eine sehr vertrauensvolle Nachbarschaft. Tatsächlich haben wir keine Sekunde darüber nachgedacht, PolaR BEAR als ein zebra-Brand zu starten. Schließlich würde ein zebra in der Arktis auch erfrieren.

Um im Bilde zu bleiben: Der PolaR BEAR ist gerade neu geboren. Wie groß ist er in fünf Jahren?
Claudia: Wir setzen auf ein qualitatives Wachstum – alles andere würde auch nicht zu unserem Geschäftsmodell passen.

Qualitatives Wachstum – was heißt das für Dich?
Claudia: Ich möchte lieber weniger Kunden betreuen, dafür dann aber solche, die wirklich etwas Bedeutendes in dieser Welt bewegen wollen und auch können. Sei es, weil sie die Größe oder Bekanntheit besitzen oder auch die Perspektive, eine solche Rolle in Zukunft übernehmen zu können. Aktuell läuft das schon gut an, obwohl ich offiziell ja noch gar nicht gestartet bin.

Joerg: Das Team von PolaR BEAR soll sich nicht zum Sklaven eines Wachstumsplans machen. Das qualitative Wachstum steht im Vordergrund. Claudia brennt wirklich für die Idee. Aber vielleicht abschließend noch: Wir leben nicht nur im Business. Balance halten von beruflich und privat – auch das ist Nachhaltigkeit für mich.

„Wir haben von Anfang an den Wert und die Qualität erkannt, die PolaR BEAR Positive Relations mitbringt und die Unternehmen genau jetzt brauchen. Nachhaltigkeit ist eine Notwendigkeit und ein entscheidender Treiber für den geschäftlichen Erfolg von Marken. Mit PolaR BEAR investieren Unternehmen in konkrete Idee und Expertise und damit letztlich in echte Wirkung und positive Veränderung. Wir sind überzeugt, jetzt gilt es voranzugehen und zu handeln.“ – Joerg Fieback, Gründer und Geschäftsführer der zebra | group

Polar Bear Agentur Positive Relations Zitat Joerg Fieback

Foto: Guido Werner

Mehr Informationen gibt es hier: PolaR BEAR Positive Relations